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Ratgeber: Infomobil und Showtruck kaufen oder mieten? 

 Juni 4, 2021

By  Stefan Schäfer

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Infomobil und Showtruck kaufen oder mieten?

Sind Fahrzeuggröße und Rundum-Sorglos-Anspruch alles entscheidende Faktoren?

Kaum eine andere Thematik rund um die Wahl eines professionellen Marketingfahrzeugs könnte bei der wirtschaftlichen Betrachtung komplexer sein: Ein Infomobil und einen Showtruck kaufen oder mieten?

Wer einmalig nur einige Wochen oder wenige Monate eine Roadshow machen will, braucht sich die Frage nach Kauf gar nicht zu stellen. Doch wie fällt die Entscheidung aus, wenn man bereits fest damit plant, mit so einem Infomobil oder Showtruck kaufen auch in den folgenden Jahren eine Tour im gleichen Zeitfenster zu wiederholen?

Noch leichter könnte die Antwort ausfallen, wenn von vornherein eine Roadshow-Kampagne über gleich mehrere Jahre Dauer und vor allem mit dem permanenten Einsatz eines Fahrzeuges geplant ist. 

Sollte da nicht eigentlich klar sein, dass man dann ein Fahrzeug gleich kauft anstatt mutmaßlich teurer zu mieten?

Ein weiteres Betrachtungsszenario für Profis, die in Mengen denken: Was ist, wenn man gleich mehrere Fahrzeuge braucht, das ganze Jahr durch oder nur in zeitlich wiederkehrenden Blöcken? Und, egal ob ein Infomobil oder einen Showtruck kaufen oder mietet – wo hat die Flotte dann ihren Abstellplatz – zentral oder dezentral?

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Beispielsweise allein nur die Formel „Je länger die Nutzungsdauer – desto sinnvoller die Anschaffung“ zur Wirtschaftlichkeitsberechnung anzusetzen, würde die Entscheidungsfindung nur zu einem Teil beantworten. Denn es müssen schon weitere gewichtige Fakten auf dem Tisch liegen: 

  • absehbare Aufwand für den Unterhalt
  • nicht nur allfällige Wartungen und Reparaturen
  • ebenfalls das Fahrzeugmanagement

 Nicht umsonst gibt es das Zitat „Eigentum verpflichtet“. Und diese Verpflichtung muss man organisatorisch auch stemmen und längerfristig abbilden können.

Überschaubarer sind die Showtruck mieten Preise dagegen bei den so genannten Full-Service-Leasing oder gar noch ungebundener was die Laufzeit anbelangt, die Full-Service-Miete zu sein! 

Full-Service-Leasing

Full-Service-Miete

  • Kostenmäßig bereits von vornherein relativ gut zu überblicken
  • Fahrzeugbetreuung & Risiko von Schäden übernimmt der Anbieter 
  • Reperaturen sowie regelmäßige Prüfungen sind pauschal einkalkuliert

Tipp

Möglicherweise liegt die Antwort aber auch genau zwischen Kaufentscheidung oder Miete: Die Hybrid-Lösung – mit größtmöglicher Flexibilität bei der steuerlich oder kostenmäßig mitunter lukrativeren Form von Kauf und gleichzeitig aber der Rundum-Betreuung des Fahrzeuges in Form eines praktischen Operating- und Hostingvertrages.

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Die wichtigsten Überlegungen, die meistentscheidend für Kauf oder Anmietung sind:

1. Geplante Einsatzdauer des Fahrzeuges?

Wenn die gesamte Einsatzdauer und somit Verfügbarkeit eines Fahrzeuges definitiv kürzer als 24 Monate geplant ist, braucht man eher nicht über einen Kauf nachdenken.

Denn je kürzer die Zeitspanne für die Nutzung ab Kaufdatum ist, umso höher fällt der proportionale Wertverlust aus. Den Aufwand für einen Wiederverkauf, verbunden mit gegebenenfalls erheblichen Kaufpreisabschlägen nach kurzer Nutzungsdauer sollte man nicht unterschätzen.

Aber selbst wenn man von mehr als drei Jahren Nutzungsdauer ausgeht, bedeutet das noch lange nicht, dass dann ein Kauf wirtschaftlich vorteilhafter als die Anmietung ist.

Im Einzelfall muss trotzdem geprüft werden, um welchen Fahrzeugtyp und den damit verbundenen Umfang an Betriebskosten und Handlingsaufwand es sich handelt.

Tipp für Kaufwillige:

 Fragen Sie Ihren Fahrzeugbieter, ob Sie das Fahrzeug nach der geplanten Nutzungsdauer zu einem garantiertem Restwert zurückgeben können.

2. Welche Rolle spielt die Fahrzeuggröße?

Eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für den Kauf oder Miete ist tatsächlich die Größe und mitunter auch das Gewicht des künftigen Marketingfahrzeuges. 

Beispielsweise ist ein Verkaufs- und Infoanhänger für einen PKW oder Kastenwagen (z.B. Sprinter oder VW-Bus) das ideale Kaufobjekt. Beispielsweise ist ein Anhänger als stattlicher mobiler Messestand wie der aus Flugzeugwabenstruktur aufgebaute CUBE von MOST für den Erwerb geradezu hervorragend.

Denn so ein mobiles Präsentations- und Sales-Tool kostet auch bei längeren Standzeiten kaum Geld. Es fallen keine Motorkundendienste an und achtet man auf Achsen sowie richtigen Reifendruck, ist so ein Popup-Store oder Infostand die erste Wahl beim Kauf.

Noch handlicher und damit schneller ist ein Infomobil, das in der 3,5-Tonner-Klasse wegen der kleinen Führerscheinklasse B sogar von den eigenen Kollegen gefahren werden könnte und genau das ist auch ein Kaufkriterium.

 Wer den Eigenbetrieb nicht will, bucht eben zum Anhänger-Gespann und Infomobil das so genannte Operating dazu. Und unter dieser Prämisse erscheint dann auch der Kauf eines Kleinsattelzuges als nachvollziehbar. 

Denn weniger Gewicht bedeutet weniger nötige Technik und das spart Unterhaltskosten.

 Geradezu das Gegenteil findet man in der großen LKW-Klasse, den Supershowtrucks, bei denen die Sattelanhänger als mehrfach verbreiterbare Showrooms in Kaufpreisklassen ab 600 tausend Euro bis nahezu eine Million kosten. 

Wer hier mit einem Kauf einsteigt, muss bereits über viele Jahre Erfahrung mit dem Betrieb dieser Fahrzeugkategorie haben und bereit sein, hohe Kosten für den Unterhalt zu tragen.

Übrigens: Das Finanzamt unterstellt in der großen Klasse eine Abschreibungsdauer von 11 Jahren, was zum Steuern sparen also weniger taugt.

Tipp

Je überschaubarer das Marketingfahrzeug in seiner Größe desto eher der Kauf. Leasing bis hin zur Full-Service-Betreuung vereinfacht und verkürzt intern meist zeitliche Entscheidungswege.

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3. Fühlt sich Eigner besser als Charter an?

In beiden Fällen ist der Showtruck mit dem Corporate Design entsprechend innen und außen gebrandet und das Interieur könnte im Idealfall sogar für mehrere Produkt- oder Unternehmenssparten konzipiert sein. Insofern spielt es in den meisten Fällen keine Rolle, wo das Fahrzeug zugelassen ist, also wo es seinen Heimathafen hat.

Für den Kauf bzw. nachranging das Leasing, könnten eventuell steuerliche Aspekte sprechen, wobei die sinnvollen Gestaltungsspielräume im Einzelnen genau abzuklären sind. 

Viel mehr als der mögliche steuerliche Einspareffekt könnte da schon eher der Stolz des Unternehmens eine Rolle spielen. Schließlich erkennt man den Showtruck oder das Infomobil auch am Kfz-Kennzeichen und man zeigt damit Innovationskraft und Marktstärke. 

Kann man dazu noch ein markantes Einsparungspotenzial durch Eigenbetrieb hochrechnen, dann fährt man unter eigener Flagge eventuell besser als einen gechartertem Showtruck kaufen, bei man sich wiederum über die Unterhaltskosten nicht einmal ansatzweise Gedanken machen muss.

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4. Macht der eigene Betrieb eines Fahrzeuges Sinn?

Das kommt ganz darauf an, was mit dem Fahrzeug gemacht werden soll und wie groß es ist. Denn der Betrieb – das so genannte Operating – setzt allein schon voraus, dass der Fahrzeugbetreiber über qualifizierte Mitarbeiter on tour aber auch in-house verfügt. 

Bis zum Infomobil und Anhängergespann funktioniert das meistens ohne Probleme. Je größer aber die Fahrzeugeinheit ist, werden hier beispielsweise folgende Kosten noch oben drauf gerechnet:

  • direkten Kosten für das Recruiting
  • Qualifizierung und Vergütung von Truck-Managern
  • Disposition, also Einsatzsteuerung

Fazit:

Egal ob Kauf oder Miete: Je größer die Fahrzeugeinheit, desto eher sollte man „fahren lassen“. 

Tipp für Käufer

Fragen Sie Ihren Lieferanten nach Ersatzfahrern für Urlaubszeiten und bei plötzlichen Ausfällen.

5. Was gehört alles zum Unterhalt eines Fahrzeuges?

Gleich vorweg: Ein Marketing-Fahrzeug im eigenen Bestand zu unterhalten ist kein Hexenwerk! Wenn man nach Showtruck mieten Preise sucht gilt es einige infrastrukturelle Voraussetzungen zu haben und rechtliche Verpflichtungen zu kennen. Nicht umsonst heißt es:

„Eigentum verpflichtet.“ 

Und je nach Betrieb und Team fühlt sich das anders an. Fakt ist, dass ein Fahrzeug in Pausenzeiten einen sicheren Abstellplatz braucht, im Idealfall wegen des höheren Werts sogar eine Halle.

Ein unmittelbar neben dem Fahrzeug verfügbarer Stromanschluss zur Erhaltung der Batterien ist obligatorisch und dafür auch jemand, der sich mit dem Fahrzeug und seinen technischen Raffinessen auskennt.

Bewegungsfahrten während längerer Standzeiten sind dringend anzuraten, wozu auch die allzeit fällige Abfahrtskontrolle zählt. 
Neben den üblichen TÜV-Prüfungen unterliegen mobile Räume und Flächen auch der regelmäßigen UVV- und Elektrogeräte-Prüfung.
Doppelstöckige Sattelanhänger oder über 5 Meter hoch unterliegen als so genannte Fliegende Bauten noch etlichen weiteren Prüfungspflichten.

Letztendlich gehört zum Unterhalt natürlich immer eine qualifizierte Werkstatt, die Dichtigkeitsprüfungen, die Gerätewartungen z.B. an der Klimaanlage und Generator vornimmt.

Tipp

Regelmäßig wiederkehrende Sicherheitschecks kann man in Auftrag geben. Bei einem Hosting- und Operatingvertrag oder eben gleich bei der Anmietung ist der Dienstleister für diese Pflichten verantwortlich.

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